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YOGA, jenseits aller Klischees... --> Der YogaMeister Nr.: #002
January 24, 2003
Hallo

Glück finden wir nur im Einklang mit den Gesetzen der Schöpfung. Aber seit langer, langer Zeit sind diese Gesetze in Vergessenheit geraten. Komm mit! Der YogaMeister führt dich in die Inneren Räume der Wirklichkeit. Dort offenbart er dir die zeitlosen Prinzipien des Lebens. Dort findest du alles Glück der Welt...

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23. Jänner 2003 - Nr.: #002

INHALTSVERZEICHNIS

1) YOGA, jenseits aller Klischees

  • Der einzige Sinn des Lebens: Glücklich sein
  • Glück gibt es nur in glücklichen Beziehungen
  • Unsere Beziehung zu Gott prägt alle anderen Beziehungen

2) Der Wunsch (ist der Vater aller Dinge)

  • Noch ein paar Gedanken...


YOGA, jenseits aller Klischees

Jeder hat das Wort Yoga schon gehört. Aber weiß jeder, was es bedeutet?

Viele Menschen assoziieren Yoga mit Körpergymnastik zur Verbesserung der Gesundheit, mit Meditation zur Beruhigung des Nervensystems, mit Ayurveda...

Zugegeben, das alles hat auch mit Yoga zu tun, aber es sind nur Teilbereiche des Yoga und deshalb ist auch ihr Nutzen eingeschränkt.

Im umfassendsten Sinne ist Yoga der Weg zur Wirklichkeit. Der Begriff Yoga bedeutet Verbindung. Er stammt aus der uralten Sanskritsprache, der Sprache der vedischen Literatur. Unser Wort Joch lässt sich auf Yoga zurückführen.

Wenn wir von Verbindung reden, stellt sich sofort die nächste Frage: Verbindung womit?

Zuerst einmal...

Verbindungen und Beziehungen bestimmen unser Leben. Unser ganzer technischer Fortschritt ist nur möglich, weil viele Menschen daran mitarbeiten. Wenn wir etwas essen, dann haben so viele Menschen an der Herstellung dieser Nahrungsmittel mitgewirkt. Unsere Mülltonnen werden geleert, Wasser fließt aus dem Hahn, Strom betreibt unsere Computer. Und wir sind mit unseren Eltern verbunden, die uns unseren Körper gegeben haben. Wir alle leben in Verbindungen...

Es gibt nur ein Problem damit. Diese Verbindungen bringen nicht immer nur Glück. Viele Menschen heutzutage sind so unglücklich, dass sie am liebsten alle Brücken hinter sich abbrechen möchten...


Der einzige Sinn des Lebens: Glücklich sein...

Wie kann ich glücklich werden? Das ist die Hauptsorge jedes Lebewesens. Die ursprüngliche Wirklichkeit wird in der vedischen Literatur als sat-cit-ananda beschrieben: ewig, voller Wissen und voller Glückseligkeit.

Yoga ist der Weg, sich mit dieser Wirklichkeit zu verbinden.

Aber könnte da nicht jemand einwenden: Sind wir jetzt etwa nicht mit der Wirklichkeit verbunden?

Ja und nein.

Ja, weil niemand und nichts außerhalb der Wirklichkeit existiert.

Nein, weil wir zwar in der Wirklichkeit leben, aber sie für etwas anderes halten, als sie tatsächlich ist. Das wird Illusion genannt.

Ein kleines Beispiel gefällig?

Die meisten Menschen halten die Wirklichkeit für einen Ort, wo man mehr hat, wenn man mehr nimmt. Aber das ist grundlegend falsch:

In (der) Wirklichkeit wird demjenigen, der mehr gibt, noch mehr gegeben.

Wir neigen dazu, die Welt aus der Perspektive des Mangels zu sehen. Deshalb nehmen wir von anderen, um selbst mehr zu haben. Aber in Wirklichkeit steht alles in unbegrenztem Überfluss zu Verfügung. Weil sie sich über das wahre Wesen der Wirklichkeit in Illusion befinden, können die meisten Menschen das nicht erkennen. Ihr harter Kampf ums Überleben ist ein tragischer Irrtum. Er ist überflüssig. Diese Menschen leben zwar in der Wirklichkeit, aber sie haben ihre illusorische Interpretation darübergestülpt.


Glück gibt es nur in glücklichen Beziehungen...

Wir suchen Glück in der Beziehung zu anderen Lebewesen. Glück ist untrennbar mit Beziehungen verknüpft. Wenn wir etwas Schönes sehen, erwacht in uns sofort der Wunsch, einen geliebten Menschen daran teilhaben zu lassen. Und wenn alte und einsame Menschen niemanden mehr zum Teilen finden, dann schaffen sie sich einen Hund, eine Katze oder einen Kanarienvogel an.

Wir sind ständig auf der Suche nach Glück, weil wir es verloren haben. Die Wirklichkeit ist voller Glück, aber viele Menschen weigern sich beharrlich, die Natur echten Glückes anzuerkennen. Das erinnert an das Bibelwort: "Man kann auch nicht sagen: Hier ist es! oder: dort! Denn seht, das Reich Gottes ist unter euch." (Lk 17)

Unsere Sehnsucht nach glücklichen Beziehungen, unsere Abhängigkeit von der Zusammenarbeit vieler Menschen in einer gesellschaftlichen Arrangierung, unsere Abhängigkeit von der Natur: all das zeigt, das wir nicht das Ganze, sondern Teile des Ganzen sind.


Unsere Beziehung zu Gott prägt alle anderen Beziehungen

Es kann dem Ganzen nicht an Aspekten mangeln, die selbst von den Teilen besessen werden. Da wir, die Teile, Personen sind, ist demnach das Ganze ebenfalls eine Person. Diese Person hat in verschiedenen Kulturen dieser Welt verschiedene Namen, aber alle Kulturen sind sich darin einig, dass diese Person der Ursprung alles Existierenden ist.

Auch in der vedischen Schrift Sri Brahma Samhita, die von Brahma, dem ersten Lebewesen innerhalb dieses Universums, verfasst wurde, wird erklärt: "Sarva karana karanam" - Diese Person ist die Ursache aller Ursachen...

Ebenso erklärt die Höchste Person in der Bhagavad-gita (Vers 10.8): "Ich bin der Ursprung aller spirituellen und materiellen Welten. Alles geht von Mir aus. Die Weisen, die dies vollkommen verstanden haben, beschäftigen sich in Meinem hingebungsvollen Dienst und verehren Mich von ganzem Herzen."

Die Schlussfolgerung lautet:

All unsere Bemühungen nach glücklichen Beziehungen, nach Frieden und Harmonie, müssen solange zum Scheitern verurteilt bleiben, solange wir nicht unsere intime Beziehung zu unserem Ursprung, der Höchsten Person, wiederherstellen.

Die Höchste Persönlichkeit Gottes ist die Wurzel aller liebevollen Beziehungen. Ebenso wie alle Blätter eines Baumes eine Beziehung untereinander haben, weil sie von der gleichen Wurzel genährt werden, so sind alle Lebewesen miteinander verbunden, weil sie alle eine Beziehung zu Gott haben. Sobald zwei oder mehrere Blätter ihre Beziehung zur Wurzel leugnen und versuchen, eine unmittelbare Beziehung zueinander aufzubauen, trocknen sie aus und fallen zu Boden.

Yoga ist also die Kunst, sich bewusst wieder mit dem eigenen Ursprung zu verbinden.

Wenn die Menschen in dieser Verbindung die Liebe Gottes kosten, dann wird diese Glückseligkeit all ihre anderen Verbindungen tragen und prägen. Wir sind alle Kinder der gleichen Realität, der gleichen Person. Dieses Verständnis legt den Grundstein zu einem Leben in Eintracht und Respekt zwischen allen Wesen.

Deshalb lautet die Friedensformel der Bhagavad-gita (Vers 5.29):

bhoktaram yajna-tapasam
sarva-loka-maheshvaram
suhridam sarva-bhutanam
jnatva mam shantim rcchati

"Derjenige, der sich voll über Mich bewusst ist und weiß, dass Ich der letztliche Nutznießer aller Opfer und Entsagungen, der Höchste Herr aller Planeten und Halbgötter und der Wohltäter und wohlmeinende Freund aller Lebewesen bin, erlangt Frieden von den Qualen des materiellen Daseins."

Die Bhagavad-gita wurde vor mehr als 5000 Jahren direkt von der Höchsten Persönlichkeit Gottes zu Ihrem Geweihten Arjuna gesprochen. Arjuna spielte die Rolle eines illusionierten Lebewesens, das den tatsächlichen Sinn des Lebens aus den Augen verloren hat.

Die zeitlosen Unterweisungen des Herrn befreiten nicht nur Arjuna von seiner Unwissenheit, sondern sie sind im gleichen Maße auch für uns alle segensreich. Sie erklären uns Schritt für Schritt den exakten Vorgang, wie wir unser Leben wieder mit den ewigen Prinzipien der Wirklichkeit in Einklang bringen können.

Deshalb kann mit absoluter Sicherheit gesagt werden, dass wir uns selbst und anderen kein besseres Geschenk machen können, als dieses Buch in einer offenen und aufrichtigen Haltung zu lesen.

Hier kannst du mehr über die Bhagavad-gita erfahren...


Der Wunsch (ist der Vater aller Dinge)

Ein Einsiedler meditierte an einem Fluss, als ihn ein junger Mann dabei unterbrach.

"Meister, ich möchte dein Schüler werden", sagte der Mann.

"Warum", lautete die Antwort des Einsiedlers.

Der junge Mann dachte für einen Augenblick nach: "Weil ich Gott finden möchte."

Der Meister sprang auf, packte den jungen Mann am Genick, zerrte ihn in den Fluss und tauchte seinen Kopf unter Wasser. Nachdem er ihn so eine Minute lang festgehalten hatte, währenddessen der Mann um sich trat und sich verzweifelt bemühte, frei zu kommen, zog ihn der Einsiedler schließlich aus dem Fluss.

Der junge Mann hustete Wasser und rang nach Luft. Als er sich endlich etwas beruhigt hatte, sprach der Meister zu ihm: "Sag mir, was hast du dir am sehnlichsten gewünscht, während du unter Wasser warst?"

"Luft", antwortete der Mann. "Nun gut", sagte der Meister, "geh jetzt nach Hause und komm zurück, wenn du dir Gott ebenso sehr wünscht, wie du dir jetzt gerade Luft gewünscht hast".


Noch ein paar abschließende Gedanken...

Diese kurze Geschichte ist so wunderbar, weil sie einen Kernpunkt der Wirklichkeit trifft.

In der Bibel heißt es: "Denn jeder, der bittet, empfängt; wer sucht, der findet; wer anklopft, dem wird aufgetan." (Mt7)

Wir können alles haben, was wir wollen, wenn wir ernsthaft und entschlossen sind. Wir müssen aber bereit sein, die Dinge wirklich haben zu wollen und nicht nur Abziehbilder davon.

Ein kleines Beispiel...

Wenn wir die Hände voller Glasscherben haben, weil wir davon überzeugt sind, das sei unser wertvollster Besitz, sind wir nicht in der Lage, die Diamanten anzunehmen, die uns jemand schenken will. Wir müssen bereit sein, auf die Glasscherben zu verzichten. Es sind ohnedies nur Scherben. Wer wird nicht Glasstücke aufgeben, um Diamanten zu erhalten?

Aber wir können nicht beides haben. Jemand, der an Glasscherben hängt, versteht den Wert von Edelsteinen nicht.

In ähnlicher Weise können wir alles haben, sogar Gott. Er ist bereit, sich uns zu schenken. Die Frage ist nur, ob wir Seinen Wert zu schätzen wissen und Ihn haben wollen.

Jemand, der nach Wissen strebt, wird auf Unwissenheit verzichten müssen, und jemand, der das Leben will, kann nicht gleichzeitig den Tod haben. Wer das Echte will, verzichtet liebend gerne auf das Falsche und wer das Ewige sucht, auf das Zeitweilige.

Ich wünsche dir, lieber Leser, alles Gute und viel Glück in deinem Leben. Ich würde mich sehr freuen, dich in der nächsten Ausgabe des Yogameister wieder begrüßen zu dürfen:

Mehr Information zu diesen Themen findest du unter www.yogabuch.com.


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