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Liebe? DU bist der Preis! --> Der YogaMeister Nr.: #005
April 18, 2003
Hallo

Glück finden wir nur im Einklang mit den Gesetzen der Schöpfung. Aber seit langer, langer Zeit sind diese Gesetze in Vergessenheit geraten. Komm mit! Der YogaMeister führt dich in die Inneren Räume der Wirklichkeit. Dort offenbart er dir die zeitlosen Prinzipien des Lebens. Dort findest du alles Glück der Welt...

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17. April 2003 - Nr.: #005

INHALTSVERZEICHNIS

1) Liebesleben...

  • Der Ursprung der Liebe
  • Liebe ist bedingungslos
  • Nur Liebe kann Liebe verstehen
  • Nur jemand, der die Liebe liebt, kann lieben...

2) Die Geschichte von den langen Löffeln


Liebesleben...

Kein Thema findet so viel Beachtung auf dieser Welt wie die Liebe. Lovesongs tönen aus dem Radio, in Hollywood wird die Liebe zum Gegenstand abendfüllender Filme, in Zeitschriften, in der Werbung, überall ist sie gegenwärtig. Es gibt Bücher mit Zitaten berühmter Persönlichkeiten, die nur die Liebe zum Thema haben, und nur die Liebe ist es, die jedem Roman die richtige Würze verleiht. Tausende und Abertausende Gedichte wurden verfasst, um das Glück erfüllter oder den Schmerz verschmähter Liebe zu besingen. In den größten Epen der Welt, im Ramayana, im Mahabharata, im Gilgamesch-Epos, in der Ilias, der Odysee, im Nibelungenlied und in vielen anderen, in allen spielt die Liebe eine zentrale Rolle.

So kann man mit Recht behaupten, dass die Liebe seit Jahrtausenden das zentrale Thema der Menschheit darstellt. Die Liebe zwischen Mann und Frau ist für viele Menschen das Synonym für die Liebe schlechthin. Aber Liebe tritt uns auch in vielen anderen Formen entgegen: die Liebe der Eltern zu ihrem Kind, wobei sich vor allem die Mutterliebe aufgrund ihrer Intensität und Bedingungslosigkeit einen Namen gemacht hat, die Liebe unter Freunden, die Liebe zu Gott, Nächstenliebe, Heimatliebe...

ALLES in der Welt dreht sich um diese eine Sache: Liebe. Alles, was irgendjemand irgendwo irgendwann in diesem Universum tut, hat direkt mit Liebe zu tun. Entweder handelt es sich um das Geben von Liebe oder um den Ruf nach Liebe. Ob Rosenkrieg, Mord und Totschlag oder der Kuss der Brautleute: Liebe ist die Realität, um die alles kreist. Sie ist unbestritten die höchste Macht der gesamten Existenz. Ob Hochschulprofessor, Straßenkehrer, Börsenspekulant, Politiker, Hausfrau oder Geschäftsmann: Niemand kann von sich behaupten, er hätte nur eine Sekunde im Leben gehandelt, in der Liebe nicht das zentrale Thema gespielt hätte. Wir mögen uns dieser Tatsache nicht immer bewusst sein, aber bei eingehender Betrachtung werden wir zweifellos feststellen, dass es sich tatsächlich so verhält.

Ohne Liebe kann niemand leben. Ja, ohne Liebe würde niemand leben...

Es gibt viele Versuche, die eindeutig beweisen, dass Pflanzen, denen Liebe entgegengebracht wird, liebevolle Worte und Streicheleinheiten, viel besser gedeihen als andere. Bei einem anderen Versuch wurde festgestellt, dass die Kälbersterblichkeit in direkter Relation zur Liebe und Zuwendung steht, die den Kälbern widerfährt.

Kälber wurden für eine bestimmte Zeit von verschiedenen Personen betreut. In einer Versuchsreihe waren es die Landwirte, die die Kälber betreuten, in einer weiteren deren Frauen und dann ihre Kinder. Es gab eklatante Unterschiede in der Sterblichkeitsrate der Kälber. Jeder von euch wird sich wahrscheinlich sehr gut vorstellen können, wie die Reihung aussieht: die Männer hatten den geringsten Erfolg, die Frauen mehr, und bei der Betreuung durch die Kinder konnte die Sterblichkeit gegen Null gesenkt werden.

Es hat in der Geschichte ähnliche Versuche auch an Säuglingen gegeben, mit dem gleichen Ergebnis. Solche Versuche sind natürlich selbst ein Ausdruck der Lieblosigkeit, ob sie nun an Säuglingen oder an Kälbern durchgeführt werden. Ihre Ergebnisse sind für einen bewussten und denkenden Menschen ohnehin nichts Neues. Aber da sie nun einmal durchgeführt wurden und ihre Ergebnisse vorliegen, können wir sie als Beweis für die zentrale Bedeutung von Liebe und Zuwendung heranziehen.


Der Ursprung der Liebe...

Wenn nun die Liebe, gleichgültig, ob in reiner oder pervertierter Form, derart im Mittelpunkt allen Geschehens steht, wenn sie eine solch lebenswichtige Bedeutung hat, dann ist die Frage berechtigt: Was ist Liebe den nun eigentlich wirklich und worin liegt ihr Ursprung?

Die moderne Evolutionstheorie kann Liebe im ursprünglichen Sinn nicht anerkennen. Dort, wo alle gegeneinander ums Überleben kämpfen und der Stärkste sich durchsetzt, haben Werte wie Liebe und Barmherzigkeit keine Bedeutung. Sie treten nur in pervertierter utilitaristischer Form auf, als Zweckliebe oder Zweckbarmherzigkeit, um daraus einen fürs eigene Überleben notwendigen Vorteil zu ziehen. So erstickt die Evolutionstheorie alle Ansätze zu mehr Menschlichkeit und Ethik bereits im Keim.

In Wirklichkeit ist Liebe die bestimmende Kraft der ganzen Schöpfung, innerhalb dieses Universums und außerhalb. Nicht sinnlose Gesetze ohne Gesetzgeber oder wunschlos tote Materie, die verzweifelt ums organisierte Überleben kämpft, bestimmen die Realität. Alles, was existiert, ist sinnvoll, denn sonst würde es nicht existieren. Auch wir machen ständig die Erfahrung, dass zuerst die Personen und ihre Wünsche existieren, und in Folge die verschiedensten Manifestationen entstehen. Zuerst existieren Frau und Mann, und wenn sie sich zusammentun, entsteht ein gemeinsames Heim.

Wie skurill ist doch der Gedanke, dass zuerst Tausende und Abertausende von Wohnungen existierten, sinnlos und unbelebt, und nach einiger Zeit biologischer Evolution, während der sich Materie zu komplexen Maschinen (die materialistische Vorstellung vom Lebewesen!) entwickelt hat, wird diesen "Lebewesen" plötzlich klar: "He, diese Dinger, die sind ja wie für uns geschaffen. Schau mal, da können wir kochen, da schlafen, dort uns waschen!" "So ein Zufall!", werden sie überrascht ausrufen, wobei es natürlich seltsam anmutet, warum Maschinen überrascht sein sollten. Aber schließlich haben sie allen Grund, überrascht zu sein: Maschinen finden alles zur Erfüllung ihrer Wünsche, die sie gar nicht haben können, obwohl niemand es geschaffen hat.

Für jemanden, der hinter die Oberfläche des Lebens zu sehen vermag, ist es klar: Zuerst das Leben, mit dem Leben die Wünsche, mit den (materiellen) Wünschen die (materielle) Manifestation. Die Höchste Person ist das ursprüngliche Leben. Alles geht von Ihr aus. Alles, was existiert, existiert, weil dahinter eine bewusste Person steht. Das Universum mit seinen unzähligen Planeten, die alle ganz bestimmten Gesetzen folgen, besteht auf der Grundlage von Bewusstsein.

Die Quelle aller Existenz - und somit aller Liebe - wird als die Höchste oder Ursprüngliche Person bezeichnet. Diese Person ist svarat, vollkommen unabhängig. Ihre Liebe ist allumfassend. Diese Person erweitert sich ewiglich in unendlich viele Lebewesen, um Ihr Glück und Ihre Liebe zu teilen. Wir sind also nichts anderes als ewige Kinder der Liebe. Wir können es so verstehen: Wenn Mann und Frau eine eheliche Beziehung eingehen und so glücklich werden, wünschen sie sich Kinder, um diese an ihrem Glück und ihrem Reichtum teilhaben zu lassen. Dadurch werden sie noch glücklicher. Ebenso wird Gott ewig glücklicher, wenn er sein Glück mit einer unendlichen Schar von Lebewesen teilen kann.


Liebe ist bedingungslos...

Die Liebe Gottes ist bedingungslos. Er liebt uns nicht, weil Er etwas von uns braucht. Wenn man jemanden "liebt", um vom anderen etwas zurückzubekommen, dann ist diese Liebe nicht rein. Es ist ein geschäftlicher Austausch. Gottes Liebe ist rein, d.h. Er liebt uns um der Liebe willen und um nichts anderes.

Wir können diese Liebe Gottes nun annehmen oder zurückweisen. Tatsächlich hat jeder, der in der materiellen Welt in einem vergänglichen Körper lebt, die Liebe Gottes mehr oder weniger zurückgewiesen. In diesem Zustand macht sich das Lebewesen von der Liebe anderer Wesen abhängig und ist bemüht, sich diese Liebe zu verdienen. Manchmal scheint es geliebt zu werden, und manchmal fühlt es sich einsam und ungeliebt, aber bei genauerer Betrachtung wird es irgendwann erkennen, dass die anderen es nur wegen bestimmter materieller Qualitäten "lieben", wie etwa Reichtum, Schönheit, Ruhm etc. Sobald es diese Qualitäten verliert, verliert es auch diese sogenannte Liebe. Diese "Liebe" ist keine Liebe im ursprünglichen Sinn, da sie manipulierbar ist.

Tatsächliche Liebe kann man aber nicht verdienen oder herbeimanipulieren. Liebe ist immer ein Geschenk. Sie ist eine selbstbestimmte und freiwillige Aktivität und nicht die passive Reaktion auf sinnliche oder mentale Reize. Es ist UNSERE Entscheidung zu lieben.

Gott ist derjenige, der zuerst liebt. Er gibt das Geschenk unbedingter Liebe an alle seine persönlichen Teilchen, das sind wir, weiter. Wir beziehen von Gott unser Leben und unsere Energie in Form dieser reinen Liebe. Wenn wir das Wesen dieser wunderbaren Liebe verstehen, werden wir nur den einen Wunsch haben, diese Liebe zu erwidern. "To know Him is to love Him". In Seiner Liebe macht uns der Höchste Herr das einzigartigste Geschenk, das überhaupt möglich ist, nämlich sich Selbst.

Wie können wir diese Liebe dann angemessen erwidern? Natürlich nur dadurch, dass wir uns selbst ebenfalls bedingungslos dem Herrn schenken. Der Geschmack dieses rückhaltlosen liebevollen Austausches ist so unendlich süß und intensiv, dass sich alles in der Welt nur darum dreht, diesen Geschmack irgendwie kosten zu können. Aber wenn wir Wasser suchen, dürfen wir das nicht in der Wüste tun.


Nur Liebe kann Liebe verstehen...

Warum erfahren wir Gottes Liebe nicht jetzt? Warum fühlen wir uns oft leer, einsam, zurückgewiesen, missverstanden, ungeliebt?

Das ist nicht schwer zu verstehen. Wir müssen uns qualifizieren, ehe wir die Liebe Gottes wahrnehmen können. Und wir sollten JETZT damit anfangen. Wie etwa nur ein kundiger Juwelier den wahren Wert eines kostbaren Juwels verstehen kann, so können wir Krishnas Liebe nur wahrnehmen, wenn wir die richtigen Sensoren dafür entwickeln. Es ist wie mit einem Radioprogramm. Ohne sich auf die Frequenz des gesendeten Signals "einzutunen", wird man nichts hören. Das Signal ist zwar da, aber es mangelt uns an der Fähigkeit, es zu empfangen. In ähnlicher Weise ist die Liebe Gottes immer und überall vorhanden, aber wir können sie nicht wahrnehmen, wenn unsere Einstellung nicht passt.

Wie gesagt: Wir sollten JETZT damit beginnen, die Liebe unseres besten Freundes anzunehmen. Mehr über von Gott persönlich empfohlene Vorgänge, dies zu tun, findest du unter...

www.yogabuch.com/hare_krishna.html


Während der beiden Weltkriege beteten viele Frauen, ihre Männer, Söhne oder Enkel mögen unbeschadet vom Krieg in die Heimat zurückkehren. Wenn sie dann enttäuscht wurden, weil niemand zurückkam, wurden sie auf Gott zornig oder wandten sich von Ihm ab. Dieser Umstand ist der Beweis dafür, dass sie von Liebe nicht viel verstanden. Diesen Frauen ging es nicht um Gott. Für sie war Er bloß Befehlsempfänger. Wahrscheinlich hätten sie Gott auch bald den Rücken zugekehrt, wären ihre Männer nach Hause zurückgekehrt. Für sie hätte es - zumindest bis zum nächsten Unglück - keinen Grund mehr gegeben, sich an Gott zu wenden. Wir alle können verstehen, dass das viel mehr mit Ausbeutung denn mit Liebe zu tun hat.

Weil diesen Frauen nichts oder nicht viel an einer liebevollen Beziehung zur Ersten Person lag, waren sie auch nicht in der Lage, deren Liebe zu erfahren. Die Qualifikation, um Liebe erfahren oder annehmen zu können, besteht darin, selbst zu lieben. Hätten sie den Wunsch gehabt, Gott nicht als bloßen Befehlsempfänger zu degradieren, sondern Ihn tatsächlich zu verstehen und zu lieben, hätten sie erkannt, dass der Tod ihrer Angehörigen nicht von Gott, sondern von diesen selbst verursacht worden ist. Die Höchste Person mischt sich nicht in das selbstgewählte Schicksal eines Menschen ein, vor allem dann nicht, wenn Er versteht, dass die Bitten solcher Personen nur Mittel zu (materiellem) Zweck sind. In Wirklichkeit ist das aber nicht grausam, sondern nur Ausdruck Seiner Liebe. Er gibt so dem Lebewesen Anstoß, über die wahre Wurzel seines Unglücks nachzudenken.

Liebe scheint manchmal grausam zu sein. Manchmal verbieten liebevolle Eltern ihrem Kind, das an einer schweren Darmkrankheit leidet, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Sie wissen, dass aus dem kurzen Genuss des Kindes verheerende Folgen erwachsen würden. Obwohl das Kind jammert und bettelt, bleiben sie entschlossen. Der Bruder des Kindes mag sich nun denken: "Ach, wie grausam doch meine Eltern sind". Er holt ein Stück Brot aus der Küche und gibt es seinem Bruder gegen die Anweisung der Eltern. Welche Nutzen hat diese Liebe? Er mag sich vorkommen wie ein Held, aber er hat seinen Bruder getötet.

Gott ist nicht dumm. Er hat für alle Seine Teilchen ausschließlich das Beste im Sinn. Aufgrund unserer Unwissenheit können wir das bisweilen nicht schätzen und beschimpfen Gott, machen Ihm Vorwürfe oder wenden uns von Ihm ab. Weil wir süchtig nach materiellen Errungenschaften sind, mit deren Hilfe wir uns die Liebe unserer Mitmenschen erkaufen wollen, können wir die bedingungslose Liebe der Höchsten Person nicht würdigen, geschweige denn erwidern.

Wenn wir beginnen, uns dem Herrn zu nähern und Ihn kennenzulernen, werden wir erahnen, wie unendlich Seine Liebe für uns ist. Liebe kann nur mit Liebe vergolten werden. Für Liebe gibt es keinen materiellen Preis. Sie kann nicht mit allem Geld der Erde gekauft werden, da sie eine freie Entscheidung des Liebenden ist. Gekaufte Liebe, ob mit Geld oder sonst etwas, ist keine Liebe. Während Verliebtheit die Reaktion auf einen Reiz ist und deshalb von außen aufgezwungen wird, ist Liebe selbstständig. Verliebtheit wird verschwinden, wenn der Reiz verschwindet oder seinen "Reiz" verliert. Zu lieben ist aber unsere eigene Entscheidung, da sie aus dem Zentrum unserer Freiheit, unserer wahren spirituellen Identität, kommt.


Nur jemand, der die Liebe liebt, kann lieben...

Manchmal taucht die Frage auf: "Kann jemand auch liebevoll sein, ohne an Gott zu glauben?"

Wenn wir die Frage anders formulieren, wird die Antwort sofort klar: "Kann jemand lieben, ohne an die Liebe zu glauben?" Gott ist die Liebe in Person. Er ist der Ursprung alles Existierenden. Deshalb wird diese Ursprüngliche Person als absolut bezeichnet. Dieses Wort ist das Mittelwort des lateinischen Verbs absolvo, was "loslösen" bedeutet. Alles ist relativ zu Gott, von Ihm abhängig; Er aber ist von allem losgelöst, d.h. Er bezieht seine Existenz von nichts und niemandem außer sich Selbst.

Jemand, der diese Erklärung nicht anerkennt, wird nie - weder in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft - einen einleuchtenden Grund nennen können, warum überhaupt etwas existiert. Diese Erklärung ist intellektuell zwingend, und sie kann durch das Befolgen eines autorisierten religiösen Prozesses jederzeit mit unmittelbarer Verwirklichung erfüllt werden.

Ohne Liebe zur Höchsten Person, der personifizierten Liebe, ist der Begriff "Liebe" wertlos. Es kann sich in diesem Fall nur um oberflächliche Nachahmung handeln. Liebe ist das Erfüllendste, was die Realität zu bieten hat. Sie ist das Teuerste und verlangt den höchsten Einsatz: Nicht unser Geld, nicht unseren Besitz, unsere Arbeit, unseren Ruhm, unseren Körper, unseren Geist oder unsere Intelligenz; sie verlangt UNS SELBST. Deshalb ist es für jemanden, der die Kunst zu lieben erlernen möchte, unumgänglich, seiner selbst - jenseits des grob- und feinstofflichen materiellen Körpers - und seiner ewige Beziehung zum Ursprung aller Liebe, zur Höchsten Persönlichkeit Gottes, bewusst zu werden.

Die Liebe in Person erklärt in ihrem eigenen Buch, das seit Jahrtausenden überliefert wird, die Kunst, sich wieder mit der ursprünglichen Liebe zu verbinden und so ein erfülltes Leben unbeschreiblicher Freude und Kraft zu genießen. Die Bhagavad-gita (das Lied Gottes) bietet Wissen über bhakti yoga, den vollkommenen Vorgang, sich wieder mit sich selbst und seinem Ursprung in Verbindung zu setzen. Wer das LEBEN in seiner ursprünglichen Power kosten will und kein zweidimensionales Abziehbild davon, sollte die Unterweisungen dieses Buches als sein Leben und seine Seele betrachten. So ist Erfolg garantiert. Man kann damit warten, bis es einem wieder einmal schlecht geht, aber wer intelligent ist und begreift, dass er nur gewinnen kann, wird naturgemäß sofort damit beginnen.





Wer die personifizierte Liebe nicht liebt, "liebt" nur um seines eigenen Vorteils willen. Das wird nicht Liebe, sondern Lust genannt. Das ist exakt der Unterschied zwischen der materiellen und der spirituellen Welt: Liebe regiert die eine, Lust die andere.

Die folgende Geschichte soll dazu beitragen, diesen Sachverhalt noch eindeutiger zu veranschaulichen. Viel Spaß und Anregung beim Lesen!


Die Geschichte von den langen Löffeln

Ein Rabbi bat einmal Gott darum, den Himmel und die Hölle sehen zu dürfen. Gott erlaubte es ihm und gab ihm den Propheten Elia als Führer mit.

Elia führte den Rabbi zuerst in einen großen Raum, in dessen Mitte auf einem Feuer ein Topf mit einem köstlichen Gericht stand. Rundum saßen Leute mit langen Löffeln und schöpften alle aus dem Topf. Aber die Leute sahen blass, mager und elend aus. Es herrschte eisige Stille. Überall lagen Speisereste herum und die Kleider der Menschen waren über und über bekleckert. Denn die Stiele ihrer Löffel waren so lang, dass sie das herrliche Essen trotz aller verzweifelten Versuche nicht in den Mund bringen konnten. Als die beiden Besucher wieder draußen waren, fragte der Rabbi den Propheten, welch ein seltsamer Ort das gewesen sei. Es war die Hölle.

Darauf führte Elia den Rabbi in einen zweiten Raum, der genauso aussah wie der erste. In der Mitte brannte ein Feuer und kochte ein köstliches Essen. Leute saßen herum mit langen Löffeln in der Hand. Aber sie waren alle gut genährt, gesund und glücklich. Sie unterhielten sich angeregt. Die Atmosphäre war voller Freude und Lebenslust. Lieder wurden gesungen und ihr Klang vermischte sich mit dem Lachen und fröhlichen Rufen, die allseits zu hören waren.

Was war das Geheimnis dieser Menschen? Worin bestand der Unterschied zum ersten Raum?

Als der Rabbi das fröhliche und unbeschwerte Fest ein Weilchen beobachtet hatte, begann er zu verstehen: Die Menschen versuchten nicht, sich selbst zu füttern, sondern benutzten die langen Löffel, um sich gegenseitig zu essen zu geben. Dieser Raum war der Himmel.





Liebe Leserin, lieber Leser! Herzlichen Dank für das Lesen dieser Ausgabe des YogaMeister. Alles Gute und bis zum nächsten Mal!


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