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Leben in Perfektion? --> Der YogaMeister Nr.: #006
May 24, 2003
Hallo

Glück finden wir nur im Einklang mit den Gesetzen der Schöpfung. Aber seit langer, langer Zeit sind diese Gesetze in Vergessenheit geraten. Komm mit! Der YogaMeister führt dich in die Inneren Räume der Wirklichkeit. Dort offenbart er dir die zeitlosen Prinzipien des Lebens. Dort findest du alles Glück der Welt...

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24. Mai 2003 - Nr.: #006

INHALTSVERZEICHNIS

1) Muss man perfekt sein, um das Perfekte sehen zu können?

2) Die vedische Kultur: Leben in allumfassender Perfektion...

  • Die vedische Weltsicht: Ein fantastisches Wissen

3) Perfektion aus Mängeln? Oder: Warum das vedische Wissen perfekt ist...


Muss man perfekt sein, um das Perfekte sehen zu können?

Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass revolutionierende und fantastische Erfindungen die Menschen der westlichen Welt in Euphorie versetzten. Die ersten Fabriken auf maschineller Basis eröffneten. Die Dampflok ließ Europa ein ganzes Stück kleiner werden. Die Glühbirne brachte Licht in den oft trüben Alltag und das Telefon ermöglichte erstmals sogenannte Echtzeit-Telekommunikation...

Zweifelsohne muss man hier eingestehen, dass eine neue Zeit anbrach, die das menschliche Leben so schnell veränderte und noch immer verändert, wie es zuvor noch nie geschehen war.

Wo nahm diese Veränderung ihren Ursprung? In einer der alten Hochkulturen Afrikas, Asiens oder Südamerikas?

Nein! Die Wiege der Kultur, der Technik und des Fortschrittes war und ist zweifelsohne die westliche Welt, sind sich alle westlichen Gelehrten unisono einig. Daran kann es keinen Zweifel geben.

Doch gütig, wie wir sind, erkennen wir an, dass viele alte Hochkulturen wie die der Azteken, Mayas, Ägypter, Chinesen usw. ebenfalls viel Wissen und Erfahrung besaßen. Gleichzeitig aber geben wir auch ganz klar zu verstehen, dass all dieses Wissen im Vergleich zu unseren Errungenschaften nicht von Bedeutung ist.

Die genauen astronomischen Berechnungen der Mayas erstaunen uns vielleicht. Aber nur, weil wir uns wundern, wie diese - im Vergleich zu uns - doch fast primitiven Menschen der damaligen Zeit, so etwas bewerkstelligen konnten.

Wie auch immer, viel Handfestes bleibt ja sowieso nicht von dem Wissen dieser alten Kulturen, außer einer schier endlosen Ansammlung von Mythen und Spekulationen...

Halt!

Legen wir doch einmal unsere angeborene Arroganz ab und nehmen wir an, dass das, was wir als Mythen und Legenden abtun, in Wirklichkeit höchst informatives, erlesenes und auch aktuelles Wissen ist. Dass diese sogenannten Mythen Informationen von so hochwertiger Qualität sind, dass wir keinen Zugang zu ihnen finden können.

Wir stehen wie die Ochsen vorm Scheunentor, doch anstatt zuzugeben, dass wir nicht reinkönnen, posaunen wir lauthals in die Welt hinaus, dass es gar kein Scheunentor gebe.

Aufgrund unserer völligen Inkompetenz, dieses Wissen zu verstehen, tun wir es als Mythen ab. Doch es sind keine Mythen. Es ist Wissen von solcher Brisanz, dass es unser Vorstellungsvermögen um das Tausendfache übersteigt.

Deshalb tun wir alle gut daran, uns ein wenig in Demut zu schulen und zu akzeptieren, dass WIR diejenigen sind, die etwas nicht verstehen und uns aber - wie kleine Kinder - über den anderen lustig machen.

Hierzu ein kleines Beispiel...

Die Veden, die beindruckenden Schriftwerke der mehr als 5000 Jahre alten altindischen Hochkultur, wurden vor etwa 5000 Jahren von Vyasadeva auf Palmblätter niedergeschrieben, was Geschichtsforscher und Indologen zu der Aussage verleitet, die indische Hochkultur sei erst vor ein paar Jahrtausenden entstanden und davor hätten primitive Stämme Indien bevölkert, da es aus der Zeit vor den Veden keine schriftlichen Aufzeichnungen gäbe.

Die Veden selbst jedoch behaupten, dass das vedische Wissen früher mündlich überliefert wurde, da die Menschheit damals so hoch entwickelt war, dass sich die Menschen dieser Zeit alles einmal Gehörte gemerkt haben. Erst durch die Degeneration, die nach und nach Einzug hielt, wurde es nötig, dieses Wissen schriftlich festzuhalten, damit es nicht verloren ging.

Wir sehen...

Der Tatbestand ist der gleiche, und trotzdem kann man ihn so verschieden betrachten, dass genau das Gegenteil herauskommt. Sprechen doch Indologen und Geschichtsforscher von einem kulturellen Fortschritt, während die vedischen Schriften von einem kulturellen Verfall berichten.


Die vedische Kultur: Leben in allumfassender Perfektion...

Es ist sicherlich an keinem von uns unbemerkt vorübergegangen, dass es wieder "in" ist, sich mit dem Wissen früherer Kulturen zu befassen. Angefangen von Azteken, Mayas und den Hopi-Indianern bis hin zu keltischen Brauchtümern, Druiden und ähnlichem...

Unzählige Bücher wurden und werden verfasst, setzen sich mit dieser Thematik auseinander und nicht immer sind sie authentisch. Denn wie überall gibt es auch hier Personen, die das Bedürfnis der Menschheit nach tieferem Wissen und gleichzeitig deren Leichtgläubigkeit nutzen, um Geld anzusammeln. Das darf uns jedoch auf keinen Fall dazu verleiten, dieses Bedürfnis nacht tieferem Wissen pauschal abzulehnen, denn es gibt tatsächlich autorisierte Wissensquellen über das Wissen früherer Kulturen.

Überaus wichtig ist in diesem Zusammenhang die Arbeit Shrila A.C Bhaktivedanta Swamis, der uns (sowohl dem Laien als auch dem Experten) die vedische Literatur durch Werke wie die Bhagavad-gita und das Shrimad-Bhagavatam erstmals in einer Art und Weise präsentierte und zugänglich machte, dass diese für uns auch begreifbar und nachvollziehbar wurde...


Die vedische Weltsicht: Ein fantastisches Wissen...

Unter allen Wissensquellen früherer Kulturen ragt die vedische Kultur besonders hervor. Denn nirgends gibt es eine derartige Fülle an Informationen zu tatsächlich jedem Bereich des Lebens...

In den vedischen Schriften finden wir alles.

Wir finden die Prinzipien und Ideale einer florierenden Gesellschaft, wir finden detaillierteste Informationen über das Bewusstsein des Menschen. Alle Management- und Leadership-Ausbildungen, wie sie heutzutage Manager in den höchsten Positionen erhalten, sind in den Veden zu finden. Tatsächlich gibt es diese ganzen hochqualitativen Ausbildungen erst, seit man sich dem Wissen der vedischen Schriften zuwendet.

Die Veden beschäftigen sich auch mit Kunst und Kultur. Doch im Unterschied zu unserer heutigen Gesellschaft tun sie dies auf eine Art und Weise, dass wir heute nur staunen können.

Wenn wir von Kunst und Kultur sprechen, meinen wir damit entweder Musik, Filme, Theater usw., welche sich zur Vermarktung eignen. Wenn wir aber in die höheren Gefilde unserer Kunst aufsteigen, sprechen wir von unabhängigen Künstlern, die sich nicht um kommerziellen Erfolg scheren und ihrer Meinung und ihren Gedanken freien Lauf lassen. Von Künstlern, die authentisch sind.

Doch dabei vergessen wir leider, dass Authentizität zwar sehr löblich ist, aber auch nicht weiterhilft, wenn sie nur Frustration, Hoffnungslosigkeit und im Endeffekt Stumpfsinnigkeit ausdrückt. Und hier setzen die vedischen Schriften an...

Während Kunst in der heutigen Zeit genutzt wird, um Geld zu verdienen oder angestauten Emotionen Ausdruck zu verleihen, versteht die vedische Kultur die große Macht der Kunst, und verwendet sie deshalb, um die Menschheit zu erheben.

Musik beispielsweise - aber auch die Kunst des Theaters und der Erzählung - wird sehr wissenschaftlich behandelt, da diese einen großen Einfluss auf den Menschen hat. Demnach kann man nicht einfach irgendeine Musik produzieren und hören, sondern muss sich gewissen Gesetzmäßigkeiten unterwerfen, von denen wir hier im Westen im allgemeinen nicht die geringste Ahnung haben.

Dem ganzheitlichen Weltbild der Veden entsprechend sind diese Gesetze der Musik universale Gesetze, welche größte Wichtigkeit besitzen, wenn es um Musik geht, welche mit dem universalen Kosmos in Einklang steht und somit aufbauend und erhebend wirkt. Hören wir nämlich Musik, welche in Dissonanz zum Universum steht, müssen wir auch unweigerlich in Kauf nehmen, dass wir uns in Dissonanz zum Universum begeben und als Folge davon verfallen, anstatt vital zu bleiben.

Es würde den Rahmen dieses Newsletters bei weiten sprengen, auch nur das Thema der Musik genauer zu betrachten, weshalb ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen will.

Doch zeigt uns diese Annäherung an das vedische Musikverständnis, wie tief und fundamentiert die Veden die Dinge verstehen und was die tatsächliche Stärke des vedischen Wissens ist...

Das vedische Wissen sieht den gesamten Kosmos mit allen daraus entstehenden Phänomenen als eine Einheit an, hinter der eine universale Intelligenz wirkt.

Somit stehen auch alle Phänomene dieser Einheit bzw. dieses Systems in Verbindung zueinander. Das können wir an der Musik bzw. am Klang sehen, der in einer direkten Verbindung zum Universum und damit zu unserer Gesundheit steht. Das können wir sehen, wenn wir bemerken, dass Mathematik, Musik und Architektur in direkter Verbindung zueinander stehen.

Alles hängt zusammen und beeinflusst sich gegenseitig. Warum sonst ruft ein bestimmtest Bild, das wir noch nie vorher gesehen haben, eine ganz bestimmte Melodie in uns hervor oder umgekehrt ein unbekanntes Musikstück eine ganz bestimme Vorstellung in unsere Gedanken, ganz bestimmte Emotionen, wie etwa die Vertonung des alten Schlosses von Modest Mussorgsky in seinen "Bildern einer Ausstellung", wo uns dieses Schloß höchstlebendig vor dem inneren Auge erscheint? Warum sonst haben nur Menschen, welche frisch und lebensfroh denken, auch zumeist gesunde und dynamische Körper?

Alles hängt zusammen.

Das ist eine Tatsache. Doch wie, auf welchen Ebenen, in welcher Intensität, auf welche Art, dass erklären uns die Veden auf fantastische Weise.

Freilich, wir verstehen, dass dieses Wissen fantastisch genial ist, doch gibt es eine Menge Ignoranten (oft mit weißen Mänteln), die dieses Wissen als fantastisch erachten, das sie ganz einfach für Einbildung halten.


Perfektion aus Mängeln? Oder: Warum das vedische Wissen perfekt ist...

Die komplexen Erklärungen und Erläuterungen der Veden in Bezug auf die universalen Gesetze des Kosmos sind nicht Selbstzweck, sondern dienen dazu, den Menschen zu erheben. Und zwar nicht nur unsere äußeren Umstände, die unseren Körper und unserer Psyche betreffen, sondern in erster Linie uns, die bewussten Lebewesen. Das Ziel der vedischen Schriften gipfelt darin, unsere liebevolle dienende Beziehung zu unserem Ursprung wiederzubeleben, um so Erfüllung auf ganzer Linie zu finden.

Doch was ist unser Ursprung?

Janmady asya yatah... Die höchste Wahrheit ist diejenige, von der alles ausgeht. (Shrimad Bhagavatam 1.1.1)

Somit können wir verstehen, dass wir, wenn wir uns der Höchsten Person, der ursprünglichen Ursache aller Ursachen ergeben, auch ihre Schöpfung und deren Prinzipien verstehen können.

Das ist das Prinzip, nach dem die vedischen Schriften arbeiten.

Sie stammen direkt von der ursprünglichen Intelligenz hinter dem gesamten Kosmos, von seinem Erschaffer, und sind demnach wie eine autorisierte Bedienungsanleitung für das Universum und allem, was dazu gehört, zu verstehen. Das ist auch der Grund, weshalb das vedische Wissen einen so breiten Horizont aufweist, sich mit schier unendlich vielen Dingen befasst und trotzdem detailliert und praktisch bleibt.

Doch das Wichtigste...

Das vedische Wissen ist tatsächlich anwendbar und wird alle unsere Probleme lösen, wenn wir es anwenden.

Im Shrimad Bhagavatam, der reifen Frucht am Baum der vedischen Literatur, findest du besagtes Wissen und erfährst von einem Vorgang, der dich wieder zu deiner ursprünglichen Beziehung mit der höchsten Person führt.

Wir können das vedische Wissen nicht einfach so verstehen, da wir im Gegensatz zu ihm nicht perfekt sind. Wenn wir also tatsächlich Zugang finden wollen, müssen wir uns einem Vorgang der Läuterung unterziehen, der uns zum Ursprung dieses Wissens führt. Das ist laut den vedischen Schriften die wahre Vorgehensweise, dieses Wissen zu verstehen.

Unsere Sinne sind begrenzt. Unsere Wahrnehmung ist begrenzt. Wir sind begrenzt. Wir können nicht einmal durch eine Wand sehen. Wie wollen wir also das Universum verstehen und unser Leben zur Perfektion führen? Aus Mängeln kann keine Perfektion entstehen.

Nur aus Perfektem kann Perfektes entstehen.

Wenn wir uns aber, trotz unserer Unvollkommenheit, mit dem Vollkommenen gemäß Seiner Anweisung verbinden und den vollkommenen Vorgang annehmen, der uns vom Vollkommenen aus Liebe zur Verfügung gestellt wird, können wir durch dessen Barmherzigkeit recht einfach das sonst tatsächlich Unmögliche schaffen: vollkommen zu werden. Und dann sind wir in der Lage zu verstehen, was "vollkommen" wirklich bedeutet.

Herzlichen Dank für das Lesen dieser Ausgabe des YogaMeister. Alles Gute und bis zum nächsten Mal!


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