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Yoga als Mittel der Selbstkontrolle...

Kavaca Horoskop

Obwohl Krishna im Sechsten Kapitel der Bhagavad-gita das System der Yoga-Meditation erklärt, legt Er keinen besonderen Nachdruck darauf und ermutigt Arjuna auch nicht, diesen Pfad einzuschlagen. Krishna räumt vielmehr ein, dass dieser Meditationsvorgang sehr schwierig ist:

sri-bhagavan uvaca
asamsayam maha-baho
mano durnigraham calam
abhyasena tu kaunteya
vairagyena ca grhyate

"Der Höchste Herr, Sri Krishna, sprach: O starkarmiger Sohn Kuntis, es ist zweifellos sehr schwierig, den ruhelosen Geist zu zügeln, aber durch geeignete Übung und Loslösung ist es möglich." (Bg. 6.35)

In diesem Vers betont Krishna, dass Übung und Entsagung die Mittel sind, um den Geist zu beherrschen. Aber was versteht man unter Entsagung? Diese Frage ist berechtigt, denn heutzutage ist es uns praktisch unmöglich, irgendwelchen Dingen zu entsagen, da wir uns so sehr an die verschiedensten materiellen Sinnenfreuden gewöhnt haben. Trotz eines ausschweifenden, sinnlichen Lebens nehmen viele Menschen an Yoga-Kursen teil und hoffen auf Erfolg. Um richtig Yoga zu praktizieren, müsste man zahlreichen Regeln und Vorschriften folgen, doch vielen gelingt es kaum, auch nur das Rauchen aufzugeben.

Als Krishna das System der Yoga-Meditation beschrieb, wies Er darauf hin, dass man Yoga nicht richtig ausüben kann, wenn man zuviel oder zuwenig isst. Wer sich mit Fasten quält, kann ebenso wenig richtigen Yoga ausüben wie jemand, der mehr isst, als er braucht. Die Ernährung sollte maßvoll sein, das heißt, man sollte nur so viel essen, wie erforderlich ist, um Körper und Seele zusammenzuhalten; nur der Gaumenfreude zuliebe sollte man also nicht essen. Wenn uns köstliche Speisen angeboten werden, begnügen wir uns meistens nicht mit einer Zubereitung, sondern sind es gewohnt, zwei, drei, vier oder noch mehr auszuprobieren, denn die Zunge gibt sich nie zufrieden. In Indien ist es jedoch nicht selten, dass man einen Yogi sieht, der pro Tag nichts weiter als einen kleinen Löffel voll Reis zu sich nimmt.

Ebenso wenig ist es möglich, Yoga-Meditation auszuüben, wenn man zu viel oder zu wenig schläft. Krishna sagt nirgendwo, dass es so etwas wie traumlosen Schlaf gibt. Sobald wir einschlafen, werden wir träumen, selbst wenn wir uns nicht daran erinnern können. In der Gita weist Krishna indes darauf hin, dass man nicht richtig Yoga praktizieren kann, wenn man während des Schlafens zuviel träumt; deshalb sollte man nicht mehr als sechs Stunden täglich schlafen. Aber auch jemand, der unter Schlaflosigkeit leidet und nachts nicht genügend schläft, kann nicht erfolgreich Yoga ausüben, da man für Yoga einen funktionstüchtigen Körper braucht.

Auf diese Weise beschreibt Krishna viele Bedingungen, die man für eine erfolgreiche Beherrschung des Körpers erfüllen muss. Die Vielzahl dieser Bedingungen lässt sich jedoch grundsätzlich in folgenden vier Vorschriften zusammenfassen: kein unzulässiges Geschlechtsleben, keine Berauschung, kein Essen von Fleisch und kein Glücksspiel. Dies ist das Minimum an Vorschriften, das man in jeder Form des Yoga einhalten muss. Wer aber kann im gegenwärtigen Zeitalter von diesen Betätigungen Abstand nehmen? Doch genau an diesen Maßstäben müssen wir unseren Erfolg im Yoga messen.

yogi yunjita satatam
atmanam rahasi sthitah
ekaki yata-cittatma
nirasir aparigrahah

"Ein Transzendentalist sollte seinen Körper, seinen Geist und sein Selbst immer in Beziehung zum Höchsten beschäftigen; er sollte allein an einem einsamen Ort leben und seinen Geist stets sorgfältig beherrschen. Er sollte von Wünschen und Gefühlen der Besitzgier frei sein." (Bg. 6.10)

Aus diesem Vers wird ersichtlich, dass es die Pflicht eines Yogi ist, immer allein zu bleiben. Yoga-Meditation kann nicht innerhalb einer Gruppe ausgeführt werden - zumindest nicht, wenn man den Anweisungen der Bhagavad-gita folgen will. In diesem System der Meditation ist es nur dann möglich, den Geist auf die Überseele zu richten, wenn man sich an einen abgeschiedenen Ort zurückzieht. In Indien gibt es auch heute noch viele Yogis und Weise, die in völliger Einsamkeit leben; nur in seltenen Fällen treten sie an die Öffentlichkeit, um an besonderen Festen teilzunehmen, wie zum Beispiel an der Kumba Mela, die alle zwölf Jahre in Allahabad oder an einem anderen heiligen Ort stattfindet. Dort versammeln sich diese Yogis, genauso wie sich in Amerika Geschäftsleute bei einer Konferenz treffen.

Es genügt jedoch nicht, in der Einsamkeit zu leben; der Yogi muss auch von materiellen Wünschen frei sein und sollte nicht die Absicht hegen, durch Yoga materielle Kräfte zu erlangen. Ebenso sollte er von den Menschen keine Geschenke oder Dienste entgegennehmen.

Wenn der Yogi seine Meditation ernst nimmt, lebt er irgendwo allein im Dschungel, in den Wäldern oder Bergen und zieht sich von der Gesellschaft völlig zurück. Er muss sich immer vor Augen halten, für wen er ein Yogi geworden ist. Dann fühlt er sich auch nie allein, da er weiß, dass der paramatma, die Überseele, ständig bei ihm ist. Dies alles zeigt uns, dass es in der modernen Gesellschaft tatsächlich sehr schwierig ist, diese Form der Meditation richtig auszuüben; ja die Zivilisation des gegenwärtigen Zeitalters, des Kali-yuga, macht es einem sogar unmöglich, allein zu sein und ohne Wünsche und Besitz zu leben.